Rezensionen

Jan van Nahl, www.alliteratus.com

Die Dokumentation des Krieges hat in den letzten Jahren auch auf dem deutschen Büchermarkt eine umfangsmäßig deutliche Steigerung erfahren. Neben Kriegsreportern sind es vor allem aus Auslandseinsätzen heimgekehrte Soldaten, die ihre Erlebnisse in Buchform einer im Zeitalter von Wikileaks und Co. interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.Zum nicht unwesentlichen Teil handelt es sich dabei um regelrechte Belletristik, durchkonzipiert und mit Anspruch auf Unterhaltung.
Mitunter erhält man bei der Lektüre solcher Bücher den Eindruck, ein Auslandseinsatz als Soldat in Krisenregionen sei ein einziges großes Abenteuer; die entsprechend hohe Einschätzung der eigenen Person hinsichtlich Führungspotential und Kampfkraft ist in diesem Kontext fast obligatorisch. Nun steht es niemandem zu, gegen eine solche Verarbeitung des Erlebten Einwand zu erheben, und zugegebenermaßen lesen sich die Geschichten teils spannender als mancher rein fiktionaler Actionthriller. Doch bleibt mitunter die leise Frage zurück, ob das Geschilderte denn tatsächlich dem Erlebten entspricht – das Manko einer verstärkten Literarisierung, wenn man es einmal so nennen will. Und ein Manko das letzten Endes kontraproduktiv sein, die eigentliche Botschaft für den Leser vielfach unbewusst in den Hintergrund rücken kann... Die vollständige Rezension von Jan van Nahl lesen



Stadtstreicher, www.stadtstreicher.de

78 Tage dauerte der Einsatz von Robert Eckhold in Kunduz. Genug Zeit für den Fallschirmjäger aus Limbach-Oberfrohna, um am Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu zweifeln. Das Bedürfnis zu helfen bewog Robert Eckhold, sich 2008 freiwillig für den Einsatz in Afghanistan zu melden. Nicht ahnend, was ihn dann erwartete. Sein Buch "Fallschirmjäger in Kunduz" ist als Aufarbeitung seiner dortigen Dienstzeit zu verstehen. Denn der damals 22-Jährige erlebte bei seinen Einsätzen als Soldat die tägliche Todesgefahr mit. Zwei deutsche Soldaten starben allein während seines Aufenthaltes in der dortigen Region... Die vollständige Rezension des Sadtstreichers lesen



Nils Wegner, Junge Freiheit

Der Fallschirmjäger Robert Eckhold hat eine ebenso anschauliche wie resignative Schilderung seines Afghanistan-Einsatzes in Kunduz geschrieben.
In Zeiten, wo die Bundeswehr zu einer verteidigungsunfähigen Rumpftruppe ohne klares operatives Konzept herunter-rationalisiert wird, geht leicht der Blick auf die Soldaten selbst verloren. Gleichzeitig ist von seiten derjenigen, die am Hindukusch angeblich „Deutschlands Freiheit“ verteidigen, viel zu selten eine Selbsteinschätzung zu vernehmen.
Diesem Mißstand versucht Robert Eckhold mit seinem Erlebnisbericht „Fallschirmjäger in Kunduz“ nun abzuhelfen. Eckhold meldete sich im Spätsommer 2008 als Angehöriger des Fallschirmjägerbataillons 263 in Zweibrücken freiwillig nach Kunduz – ein Einsatz, der für ihn als damaligem Feldwebelanwärter so nicht vorgesehen war. Diese Truppenverlegung war eine Reaktion auf den fatalen Anschlag vom 27. August des Jahres, bei dem ein gefallener und drei verletzte Bundeswehrangehörige zu beklagen waren. Was er vor, während und nach seinem Einsatz erlebte, davon berichtet Eckhold in seinem Buch... Die vollständige Rezension Nils Wegner (Junge Freiheit) lesen



Leser-Rezension auf www.lovelybooks.de

Robert Eckhold meldet sich, obwohl er noch Feldwebelanwärter mit Schülerstatus war, freiwillig für den Einsatz in Afghanistan. Erst wurde er abgelehnt, doch dann hat man ihn zugelassen, er sollte fliegen und den dortigen Einsatz unterstützen. Eine ganze Menge musste vorbereitet werden. Untersuchungen, Sanitätsausbildungen und vor allem ein Testament musste natürlich geschrieben werden. Und dann ging es los, erst im Flieger wurde so richtig bewusst, wo es hin ging und Überlegungen wurden angestellt, wie es dort aussieht, was genau zu tun sei, was dort alles passieren wird und wie sich dann der Tag gestaltet. Die Trennung von der Familie, der Verzicht auf Annehmlichkeiten und die tägliche Belastung und Anspannung wird sicher täglich zu spüren sein. Und dann sind wir da, in Kunduz, in Afghanistan, mitten in der Wüste... Die vollständige Rezension auf www.lovelybooks.de lesen

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